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ZEWO

Ausbildung

Baobab Seminar
Vom 17. Februar bis 3. März 2006 organisierten die Editons Bakame in Zusammenarbeit mit dem Kinderbuchfonds Baobab ein Seminar in Kigali unter dem Titel: Kulturelle Identität in der Kinder- und Jugendliteratur – ein neuer Blick auf Literatur und Leseförderung.
Geleitet wurde das Seminar von Helene Schär und Sonja Matheson, Kinderbuchfonds Baobab, Basel.
Zielpublikum waren: Studierenden und Lehrende der Pädagogischen Hochschule KIE, Mitarbeitende des Kultur- und Erziehungsministeriums sowie die Mitarbeitenden der Editions Bakame. Das Seminar wurde von der DEZA unterstützt und war ein Grosserfolg!


IBBY Seminar in Kigali
Vom 26.6.–30.6.2006 fand in Kigali in Zusammenarbeit mit der IBBY (International Board on Books for Young People) ein Ostafrika-Seminar statt. Das Seminar wurde von der UNESCO unterstützt und hatte das Thema «Enrichment of cultural Development: Bringing Children’s Literature Books to the Classroom». An diesem Seminar wurde das Projekt der Rucksackbibliothek vorgestellt. Vier Vorstandsmitglieder des Vereins Bücher für Kinder in Ruanda nahmen ebenfalls am Seminar teil.
Nähere Informationen zum Programm siehe unter www.ibby.org (unter News)

Einen Eindruck des Seminars vermittelt ein Auszug aus dem Bericht von Denise Stockar unter dem Titel «Die Editions Bakame kämpfen für ganzheitliche Literalität. Ein literarisches Abenteuer zugunsten der Kinder Ruandas».

«… Dieses Jahr zum ersten Mal hat der Verlag, vom 26. bis zum 30 Juni, in seinen eigenen, neuen Räumlichkeiten, zu einem Fachseminar eingeladen, das den brennenden Fragen rund um eine möglichst gute Einbindung der Kinder in ihre eigene Kultur sowie um einen zeitgemässen und sinnvollen Sprach- und Leseunterricht gewidmet war.
Aktiv unterstützt und mitfinanziert wurde dieses bedeutungsvolle Treffen der pädagogischen Fachwelt vom IBBY (dem International Board of Books for Young People), dessen 70. Landessektion Ruanda dieses Jahr wurde, sowie von der UNESCO.
Eingeladen waren Verleger, Lehrerausbildner, Schuldirektoren und Vertreter der Erziehungsministerien von Ruanda, aber auch aus den umliegenden Ländern, Burundi, Uganda, Kenia, Tansania und dem Kongo.
Zusammen haben die geladenen Referenten aus Afrika und Europa mit den Erziehungsfachleuten in angeregter Atmosphäre die vielen aufkommenden Fragen und Problemkreise erörtert und nach möglichen Lösungen gesucht. Zur Sprache kamen vor allem der Mangel an einheimischen Kinderbüchern, -autoren und -illustratoren sowie Druckereien; die ungenügende Ausbildung der Lehrer, was die neuen Erkenntnisse der Leseforschung mit ihrem Schwergewicht auf Lesevergnügen betrifft;  aber auch die grossen Schwierigkeiten, denen die Lehrerschaft im Unterricht im afrikanischen Kontext begegnet (Klassen bis zu 80 Kindern, wenig Schulmaterial, etc.); ferner das schwierig zu lösende Dilemma zwischen den jeweiligen Muttersprachen und den offiziellen, von den Kolonialmächten eingeführten «Weltsprachen», verbunden mit den bedauerlichen Lücken in der schriftlichen Überlieferung der eigenen Literatur; schliesslich das bedenkliche Fehlen von Interesse sowie realer, auch finanzieller Unterstützung seitens der politischen Autoritäten, die eine fatale Abhängigkeit von aus dem Ausland stammenden Entwicklungsgeldern zur Folge hat. Einhellig wurde festgestellt, dass die Geschichte des Lesens und der Kinderliteratur offensichtlich noch  sehr jung ist, und nicht anders sein kann, in Kulturen, die so lange und stark von mündlicher Kulturüberlieferung geprägt wurden.
Was es in einer so komplexen Situation braucht, sind offene, engagierte und begeisterungsfähige Erzieher, die sich ganz persönlich für eine aufgeschlossene, auf der jeweiligen Muttersprache basierende, zwei- oder gar mehrsprachige Lese- und Literaturerziehung einsetzen. Not tut auch eine breit angelegte Sensibilisierungskampagne auf allen – der politischen, pädagogischen und künstlerischen – Stufen, welche über die grossen Vorteile einer in den lokalen Kulturen verankerten Literalität aufklären...
Die Editions Bakame hat mit ihrem vielseitigen Programm und ihrem pädagogischen Engagement einen ersten, vorbildlichen Schritt getan. Man kann nur hoffen, dass der Funken überspringt und  die am Seminar beteiligten Vertreter anderer Länder entsprechend mitziehen werden.»

Denise von Stockar
Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien.
Juli 2006


Stanford Professional Publishing Course
Im Jahre 2005 gewannen die Editions Bakame mit dem Buch «Ubucuti bw’imbeba n’inzovu» den BolognaRagazzi Award «Neue Horizonte». Eine Folge dieses Preises war, dass Agnes Gyr eine Einladung zum Stanford Professional Publishing Course 2006 (12.–22. Juli), erhielt. Stanford gilt als eine der Eliteuniversitäten in den USA. Peter Gyr nahm ebenfalls am Kurs teil. Die Ausbildung setzte sich aus einem Vorkurs und einem Verlegerseminar mir Referaten, Diskussionen, Seminaren und Gruppenarbeiten zusammen. Alle Teilnehmenden arbeiteten in der ersten Hälfte an Fallbeispielen aus der eigenen Praxis und in der zweiten Hälfte an einem neuen Verlagsprojekt.
Der Inhalt des Kurses erstreckte sich auf folgende Gebiete: Verlegen im Nachinformationszeitaltern, Büchertrends, Verlagsmanagement und Verlagsdenken, Verhandlungstaktik, Marketing, Markteroberung und Marktdurchdringung, Verkaufstrategien, visuelles Denken, Buchdesign, strategisches Denken, neue Produkte und Technologien.
Der Kurs war besonders im Hinblick auf die Produktion von Schulbüchern ein grosser Gewinn.

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